Printwerbung für Gründer: Vorteile, Nachteile und Strategien

Obwohl sich die Printwerbung bereits seit vielen Jahren als eine wirkungsvolle Marketingmaßnahme etabliert hat, genießt diese Methode, insbesondere bei Unternehmensgründern, nicht den besten Ruf. Gerade zu Zeiten von einem rasanten Wachstum des Internets und Online Marketings sowie eines langsamen Aussterbens von Druck-Medien, sind viele Gründer zur Recht skeptisch, ob eine Printkampagne den gewünschten Nutzen bringt.

Eine entsprechend gut geplante Marketingkampagne kann aber auch heutzutage im Print-Bereich noch sehr profitabel sein, wenn sie korrekt durchgeführt wird. Dieser Artikel beschreibt nun entsprechende Vor- und Nachteile dieser Methoden sowie geeignete Strategien zur Umsetzung.

Die Vor- und Nachteile der Printwerbung

Printwerbung

Gründer setzen selten auf die Möglichkeiten der Printwerbung

Der größte Vorteil dieses Werbemediums liegt ganz klar in der Reichweite begründet. Auf Grund des vorherrschenden Trends, dass immer mehr Single-Haushalte entstehen, wächst so die Anzahl an potentiellen Empfängern für beispielsweise Postwurfsendungen. Auch das haptische Gefühl bei einem gedruckten Werbeträger sorgt für eine längere Aufmerksamkeitsspanne beim Kunden und erhöht so theoretisch die Chance, dass die Werbebotschaft auch aufgenommen wird.

Demgegenüber stehen einige nicht zu unterschätzende Nachteile, die wiederum besonders für Unternehmensgründer relevant sind. Zuallererst gibt es hier einen hohen Kostenfaktor für die Erstellung von Postwurfsendungen, das Drucken von Werbemitteln sowie Werbeartikeln oder das Schalten von Anzeigen. Auch das Streuungsmaß ist ein nicht unerheblicher Faktor, denn gerade bei Start-Ups sollte die Werbung sehr exakt auf die jeweilige Zielgruppe angepasst werden. Bei einem hohen Streuungsfaktor wird so oftmals ein maßgeblicher Anteil des Marketingbudgets an der eigentlichen Zielgruppe vorbei investiert und bringt so nicht den gewünschten Erfolg.

Strategien für den erfolgreichen Einsatz von Print-Medien

Um die oben genannten Nachteile etwas abzuschwächen, sollte der Einsatz von Print-Medien immer nur ein Teil der gesamten Marketingstrategie ausmachen und immer sehr individuell eingesetzt werden. Für einen lokalen Betrieb von allgemeinem Interesse (beispielsweise ein neuer örtlicher Supermarkt) können so durchaus örtlich beschränkte Postwurfsendungen eine gute Möglichkeit für die Kaltakquise darstellen.

Dieselbe Strategie würde aber für ein entsprechendes E-Commerce Unternehmen mit einer sehr speziellen Zielgruppe völlig daneben gehen. Daher sollte die Zielgruppe möglichst genau definiert und direkt mit möglichst wenig Streuungsverlust angesprochen werden. Das Verteilen von Flyern auf einer Veranstaltung oder Messe der Zielgruppe wird dann beispielsweise zu einer guten Möglichkeit, um möglichst viele Interessenten anzusprechen und auch der Einsatz von Give-Aways kann nun lohnenswert sein. Insbesondere außergewöhnliche und qualitativ hochwertige Werbeartikel fallen hier auf.

Dabei ist vor allem Kreativität gefragt, um auf sich aufmerksam zu machen. Ein gutes Beispiel wäre das Verteilen von bedruckten Regencapes bei einem Freiluft Festival in London im Herbst, wenn die Zielgruppe dort entsprechend einen Großteil der Besucher ausmacht oder das Verteilen von gebrandeten Band-Shirts vor einem Konzert.