Die 4 häufigsten Fehler bei der Unternehmensgründung

Unternehmensgründung Fehler

Manche Fehler sollte man vermeiden

Basierend auf der technologischen Revolution und damit vereinfachten Vertriebswegen, schießen immer mehr Selbständigkeiten aus dem Boden, insbesondere im Bereich des E-Commerce Sektors. Entrepreneure wie beispielsweise Mark Zuckerberg oder Steve Jobs werden durch die Medien heroisiert und auch Boulevard-Magazine sowie seriöse Nachrichtenagenturen berichten in regelmäßigen Abständen über große Deals von ehemaligen Startups – mit zum Teil irrwitzigen Ideen.

Angestachelt durch diese Entwicklung entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, ihr Glück in einer Selbständigkeit zu suchen. Insbesondere bei erstmaligen Gründern werden dabei oftmals gravierende Fehler gemacht, von denen der folgende Artikel die vier schwerwiegendsten vorstellt.

Fehlende betriebswirtschaftliche Grundlagen

Dass eine gute Idee noch nicht gleichbedeutend mit der erfolgreichen Führung eines Unternehmens ist, bemerken viele Unternehmensgründer erst viel zu spät. Um ein Unternehmen langfristig profitabel zu führen, sind entsprechende betriebswirtschaftliche Kenntnisse notwendig oder müssen entsprechend kostspielig extern eingekauft werden.

Dies betrifft nicht nur grundlegende Tätigkeiten, wie die Erstellung des Finanzplans oder des Business-Plans im Allgemeinen, sondern auch bei der alltäglichen Arbeit wie beispielsweise der Erfassung von Umsätzen und Verbindlichkeiten, der Kalkulation der Umsatzerwartungen oder der Preiskalkulation. Auch juristische und steuerliche Expertise ist notwendig und sorgt häufig für nicht einkalkulierte Kostenfaktoren im laufenden Betrieb.

Vernachlässigen von Markt- und Standortanalysen

Viele Gründer erachten die Erstellung des Business-Plans als ein notwendiges Übel und investieren daher nur so viel Zeit in das Verfassen, wie unbedingt nötig erscheint. Daher werden insbesondere die Markt- und Standortanalysen häufig übergangen oder nur unzureichend ausgeführt.

Insbesondere in der Marktanalyse wird jedoch das Marktpotential für das neuartige Unternehmen beleuchtet und kann so bereits zur Erkenntnis führen, dass die Unternehmung durch beispielsweise eine zu geringe Zielgruppe, einen zu starken Wettbewerb oder zu wenige Alleinstellungsmerkmale zum Scheitern verurteilt ist.

ohne Marktanalyse geht gar nichts!

Auch die Wahl des Standorts ist von Signifikanz im Hinblick auf die langfristige Planung, da Subventionen, Abgaben, der direkte Absatzmarkt und die Infrastruktur hemmende Faktoren sein können.

Fehlkalkulation des Finanzierungsbedarfs und Forderungsausfälle

Um ein Unternehmen zu gründen, benötigt der Unternehmer eine gesicherte Finanzierung. Die Anschaffungskosten sowie die Betriebsmittel sind oftmals sehr kostspielig und werden vom Gründer falsch eingeschätzt; auch laufende Kosten oder die Kreditraten der Bank werden unterschätzt oder gar vergessen.

Dazu kommen häufig eine fehlerhafte Aufteilung der Mittel innerhalb eines Start-Ups für beispielsweise unnötig große Büro-Räume oder überflüssiges Marketing. Auch der Ausfall von Forderungen muss beachtet werden und kann sonst schnell ein Unternehmen in die Insolvenz treiben, wenn keine finanziellen Reserven zur Verfügung stehen.

Unternehmensphilosophie und Identität, Vermitteln der USP

Jedes Start-Up stellt an sich besondere Ansprüche. Es ist fundamental, dass diese auch entsprechend durch die Unternehmensphilosophie und das Team konsequent gegenüber Kunden und der Öffentlichkeit kommuniziert werden.

Auch die Zusammenstellung des Teams ist dabei von Bedeutung. Ebenso wichtig wie das perfekte Team und eine grandiose Idee ist es allerdings auch, dass diese und die entsprechenden USP (Unique Selling Proposition dt: Alleinstellungsmerkmale) entsprechend kommuniziert werden und einen prominenten Teil der Marketingstrategie einnehmen.