Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz: Vorschriften und Lösungen

Nichtraucherschutz Arbeitplatz

Der Nichtraucherschutz in Deutschland ist zugegebenermaßen eher undurchsichtig und nicht nur in einem Gesetz zu verorten. Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene finden sich Bestimmungen zum Schutz nichtrauchender Beschäftigter. Schließlich stellt Rauchen – auch Passivrauchen – ein vermeidbares Gesundheitsrisiko dar, das gar nicht zu sehr betont werden kann, denn Tabak enthält viele giftige Stoffe. Das sagt der Gesetzgeber zum Nichtraucherschutz und diese Lösungen gibt es.

Das sagt das Gesetz

Wer nach der einen Richtlinie oder dem einen Gesetz zum Nichtraucherschutz sucht, wird enttäuscht werden. Stattdessen geben unterschiedliche Gesetzestexte auf Bundesebene darüber Aufschluss, was der Status quo in Sachen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz ist.

Arbeitsschutzgesetz

Das Arbeitsschutzgesetz befasst sich ganz allgemein mit Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten. Ziel ist es, die gesundheitliche Gefährdung der Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmer innerbetrieblich möglichst gering zu halten.

Den Beschäftigten selbst kommt dabei ebenfalls ein aktiver Part zu: Laut § 17 Abs 1 ArbSchG haben sie ein Recht darauf, eigene Vorschläge zum Gesundheitsschutz an ihrer Arbeitsstätte einzubringen – und sollten auch in puncto Nichtraucherschutz davon Gebrauch machen.

Bürgerliches Gesetzbuch

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) erwähnt den Nichtraucherschutz nicht dezidiert, gibt aber dennoch Aufschluss darüber, dass in Betrieben Vorrichtungen geschaffen sein müssen, um Schutz gegen Gefahr für Leben und Gesundheit zu gewährleisten. Bei Nichtbeachtung sind grundsätzlich auch Schadensersatzforderungen möglich.

Arbeitsstättenverordnung

Die Arbeitsstättenverordnung sieht ebenfalls gemeinhin vor, dass der Arbeitgeber Arbeitnehmer vor Gesundheitsgefahren schützen muss. §5 besagt, dass der Arbeitgeber die erforderlichen Maßnahmen zu treffen hat, damit Nichtraucher vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind. Grundsätzlich besteht also Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz.

Als rauchfreie Zone gelten auch Kantine, Bereitschafts- und Liegeräume. Der Arbeitgeber ist aufgefordert, ein allgemeines oder partielles Rauchverbot zu erlassen, wobei im Falle eines Verbotes, das nur für einzelne Bereiche der Arbeitsstätte gilt, die Arbeitsräume so eingerichtet sein müssen, dass nichtrauchende Beschäftigte dennoch geschützt sind.

Hier ist Rauchen möglich

Einzelne Gerichtsurteile besagen, dass Rauchen am Arbeitsplatz nur dann erlaubt ist, wenn eine Gefährdung von Nichtrauchern, insbesondere besonders gefährdeter Gruppen (z.B. schwangere Frauen) ausgeschlossen ist und durch eine gute Belüftungsanlage Rauch nicht mehr wahrnehmbar ist.

Ein generelles Rauchverbot gibt es zwar nicht, dennoch ist die Aufteilung in gesonderte Raucher- und Nichtraucherbereiche unzureichend. Zuverlässigen Nichtraucherschutz bieten hingegen Raucherkabinen wie von SmokeCorner durch vollständige Raucherfassung mit Hilfe eines mehrstufigen Filtersystems.

Der beste Schutz von Nichtrauchern ist und bleibt jedoch ein rauchfreier Arbeitsplatz. Es zeigt sich statistisch zudem, dass so der Tabakkonsum ganz allgemein zurückgeht und es für viele leichter wird, vollkommen aufzuhören. Die Autonomie der einzelnen wird dadurch nicht eingeschränkt. Tabakprävention ist nicht nur die Sache der Arbeitgeber, sondern auch politischer Entscheidungsträger, da nur so Nichtraucherschutz aktiv vorangetrieben werden kann.